Haus Burgund Mainz

 
 

Ausstellungen


Fotografie-Ausstellung Nature humaine

CEDRIC KLAPISCH
Emmanuelle JACOBSON-ROQUES
Michel BAUDOIN

L'homme à la caméra © C. Klapisch

Nature humaine

Die Galerie Cinéma freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Haus Burgund Mainz, mit Côte-d'Or Tourisme und mit der Weinbruderschaft Confrérie des chevaliers du Tastevin die Ausstellung Nature humaine von Cédric Klapisch präsentieren zu können.

Cédric Klapisch stellt sein fotografisches Werk vor, das von Aufnahmen des Fotografen Michel Baudoin, der ihn bei der Suche nach den Drehorten begleitet hat, und seiner Filmset-Fotografin Emmanuelle Jacobson-Roques umrahmt wird.

© Côte-d'Or Tourisme - P. Lambert


Cédric Klapisch ist Drehbuchautor und Regisseur, die Fotografie ist jedoch seit über 20 Jahren das zentrale Element seines Schaffens. Unbestreitbar eine Leidenschaft, vor allem jedoch eine Materie, die seine Arbeit als Filmemacher nährt.

Der 2017 erschienene Film Der Wein und der Wind erzählt die Geschichte von zwei Brüdern und einer Schwester, die sich nach Jahren der Trennung am Ort ihrer Kindheit wiederfinden. Vor den Dreharbeiten durchstreifte Cédric Klapisch die Landschaften der Côte de Beaune und hielt die Natur im Verlauf der Jahreszeiten fest. Die Allgegenwart des Menschen bei gleichzeitiger physischer Abwesenheit auf den Fotografien lädt zu Überlegungen über die Verbindungen zwischen der Natur und dem Menschen ebenso ein wie über die Spuren, die der Mensch in einer Umgebung hinterlässt, deren Rhythmus durch die Arbeit in der Landwirtschaft bestimmt wird.

Der an urbane Szenerien gewöhnte Künstler ist in ein ländliches Umfeld eingetaucht, um das Licht auf dem Lande, Inneneinrichtungen, an denen die Zeit spurlos vorübergegangen ist, und immer wieder die Spuren dieser berühmten menschlichen Präsenz zu fotografieren.

Dauer der Ausstellung: bis 06. September 2019

Donnerstag, 26. September 2019
18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz

Ausstellungseröffnung

Katja von Puttkamer
KIOSK


„Kioske sind Teil unseres städtischen Bildes. Sie heißen Trinkhalle, Bude, Wasserhäuschen, Späti oder Trafik, je nach Regionalität. Bei meiner Motivsuche durch die Städte finde ich architektonische Fragmente der Nachkriegsmoderne. Es sind gerasterte Fassadenstrukturen in reduzierter Farbigkeit. Treffe ich auf Kioske, verdichten sich Informationen und Farben, frei nach dem Gestaltungswillen des Besitzers. Kioske geben den Städten ein urbanes Flair. Ihren Ursprung haben diese Kleinstarchitekturen in den orientalischen Palastgärten, auch hier wurden Erfrischungen gereicht, für den Sultan und sein Gefolge. Heute finden wir Kioske weltweit, oft bilden sich um sie soziale Inseln, von Palast keine Spur. Geliebt und ungeliebt stehen sie auch in Mainz an Kreuzungen und auf Plätzen.

Im Zuge des Zeitungssterbens sind sie bedroht. Mein erstes Kauferlebnis machte ich am damals noch existierenden Kiosk an der Kaiserstraße.“
(Text: Katja von Puttkamer)

Stefanie Böttcher, Leiterin der Kunsthalle Mainz, führt in die Ausstellung ein.

Katja von Puttkamer studierte Bildende Künste in München, wurde mit mehreren Stipendien ausgezeichnet und erhielt verschiedene Lehraufträge. Sie blickt auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellung im In- und Ausland zurück. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 1993 in Ingelheim am Rhein.

Dauer der Ausstellung: bis 06. November 2019