Haus Burgund-Franche-Comté

 
 

Ausstellungen

Ensemble

© Martin Bruneau

Donnerstag, 11. Januar 2018, 18.30 Uhr
Ausstellungseröffnung

Der Maler Martin Bruneau (geb. 1960 in Ottawa/Kanada) studierte in den USA, in Kanada, Italien und Paris. Von März bis Juni 2014 war er Stipendiat im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems. Martin Bruneau lebt und arbeitet in Autun (Burgund-Franche-Comté). Bruneau malt überwiegend mit Öl auf Leinwand. In der Ausstellung „Ensemble“ spielt er mit Identität. Er malte Freunde und Bekannte – allerdings ohne Kopf und Gesicht, sodass auf den ersten Blick keine Identifizierung möglich ist. Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird dadurch auf Körper, Hände und Haltung gerichtet. Wer die dargestellten Personen kennt, merkt jedoch, um wen es sich handelt…

Der Metallplastiker Ulrich Schreiber (geb. 1960 in Mainz) studierte Kunst bei Prof. Ullrich Hellmann an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er wurde 1986 und 1993 für ein Reisestipendium in Burgund ausgewählt. Ulrich Schreiber lebt und arbeitet in Mainz und seit über 20 Jahren auch in seinem Atelier in einem kleinen Dorf in der Nähe von Autun. Annette Willwohl schrieb 2014 über ihn: „Auf so manchem Schrottplatz - Lieblingsplätze gibt es in Burgund, Ulrich Schreibers zweiter Heimat - hat er schon Dinge gefunden, die er wieder zum Leben erweckte. Ein eigenartig geformtes gebrauchtes Eisenblech kann für ihn der Beginn einer künstlerischen Bearbeitung sein. Er sieht etwas, das ihm gefällt, und baut sich daraus für ihn nahe liegendes. Es ist ein assoziatives Arbeiten, bei dem ihm die Dinge „zu-fallen“.“

Die befreundeten Künstler stellen als „Ensemble“ gemeinsam im Haus Burgund-Franche-Comté aus – der Betrachter darf gespannt sein auf die Wechselwirkung zwischen Gemälden und Metallplastiken.

Die Redakteurin Annette Willwohl führt in die Ausstellung ein.

Dauer der Ausstellung: bis 07. Februar 2018

 

© Martin Bruneau

 

© 2017 Kai Pelka Fotografie, www.kaipelka.de


Landschaft im Fokus

Ausstellungseröffnung am Samstag, 10. Februar 2018, 11.00 Uhr

© Gymnasium Mainz-Oberstadt

"Landschaft" war über einige Monate hinweg das Thema, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Bildende Kunst von Sandra Kruse am Gymnasium Mainz-Oberstadt in der 12. Jahrgangsstufe (2016/2017) intensiv auseinandergesetzt haben. Die Ergebnisse, die Landschaft in ganz unterschiedlichen Facetten zeigen, können nun im Haus Burgund erlebt werden.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Installationen, die das subjektive Verhältnis zur heutigen Landschaft zum Ausdruck bringen. Ausgangspunkt war bei allen Arbeiten ein Bildzitat in Form einer Landschaftsmalerei aus der Kunstgeschichte oder eines zeitgenössischen Künstlers. Diese Vorlage wurde neu interpretiert, umgestaltet und somit individualisiert. Basis aller Arbeiten bildet dabei eine Leinwand, die mittels kaschierten Papiers in den Raum hinein erweitert und malerisch bearbeitet wurde. Komplettiert werden die Arbeiten durch weitere Objekte, Klänge, Gerüche, Literarisches, Lichtinstallationen, eine Filmprojektion oder eine musikalische Performance.

Daneben sind Collagen aus überzeichneten Frottagen zu sehen, die Landschaftsszenerien in einem surrealen Zusammenhang erscheinen lassen, und kleine Acrylfarbenmalereien, die sich formal mit Wolken auseinandersetzen. Zuerst abbildend wurden diese anschließend malerisch in Farbe und Form gesteigert. Ergänzt wird der Blick auf „Landschaft“ durch Malereien auf Holztafeln – sie nehmen (als erste Vorübung) den Baum und das Grün in seinen Nuancen in den Blick.

Der Mainzer Schuldezernent Dr. Eckart Lensch spricht ein Grußwort.

Dauer der Ausstellung: bis 23. Februar 2018
Das Haus Burgund ist am 12. und 13. Februar 2018 (Fastnacht) geschlossen.

Haus Burgund Mainz in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Mainz-Oberstadt

© Gymnasium Mainz-Oberstadt

 

Sandra Heinz : für Nasima

Donnerstag, 08. März 2018 um 18.30 Uhr
Ausstellungseröffnung am Weltfrauentag

Die Auseinandersetzung mit Kleidern ist ein Grundzug in der künstlerischen Arbeit von Sandra Heinz. Vor allem Textilien aus dem privaten Bereich wählt sie als Material ihrer Werke. Getragene Kleidung trägt direkte Spuren ihrer Besitzer, physisch oder habituell. Die Stoffe wurden von Menschen ausgewählt, passten sich den Körpern ihrer Träger an, schmiegten sich an ihn, schützten und zierten ihn. Daher werden Sandra Heinz oftmals Kleidungsstücke überlassen, die Menschen an bedeutenden Ereignissen kleideten oder ihren sozialen Status respektive beruflichen Werdegang dokumentieren.

Die Textilien werden zu Erinnerungsträgern des Einzelnen, Materialien der Einschreibung und Speicher der Zeit.

Die titelgebende Arbeit „für Nasima“ ist 2010 entstanden. Sie basiert nicht auf bereits getragenen Kleidern, sondern besteht aus zwei von der Künstlerin eigens genähten Kleidern. Auf den rot eingefärbten Gazestoff hat sie Verbote, die für Frauen galten, eingeschrieben. Die Kleider sind ‚Nasima‘ gewidmet, wobei der Name stellvertretend für alle Frauen steht, die von den Verboten betroffen waren und bis heute unter Unterdrückung zu leiden haben und an die die Künstlerin mit ihrer Ausstellung, die am Weltfrauentag eröffnet wird, erinnern möchte.

Stefanie Böttcher, Leiterin der Kunsthalle Mainz, führt in die Ausstellung ein.

Dauer der Ausstellung: bis 25. April 2018

 

© Sandra Heinz


© Sandra Heinz