Haus Burgund Mainz

 
 

Ausstellungen


Marie-Charlotte Urena
Homo Sentimentalis


Donnerstag, 14. März 2019 um 18.30 Uhr im Haus Burgund
Ausstellungseröffnung im Rahmen des Weltfrauentags


Der Titel der Ausstellung Homo Sentimentalis der aus Dijon stammenden Künstlerin Marie-Charlotte Urena geht auf einen Satz aus dem Buch Les sentiments du capitalisme (‚Gefühle in Zeiten des Kapitalismus‘) von Eva Illouz zurück. In diesem Buch geht die Autorin über die oberflächliche Vorstellung von Gefühlen hinaus, um zu deren wahren Kern vorzudringen: „Das Gefühl ist nicht das Handeln selbst, sondern die innere Energie, die uns handeln lässt und die unseren Handlungen ihren besonderen Klang und ihre besondere Farbe verleiht.“

Mit ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland möchte die 30-jährige Marie-Charlotte Urena das Gefühl der Liebe heraufbeschwören, das sie in der heutigen Zeit für eine Utopie hält, nach der zu streben wir uns jedoch mit aller Kraft bemühen müssen. Mit einer Serie von Baisers (‚Küssen‘) aus Keramik, scheinbar aus Papier gemachten Vasen und Gemälden führt sie uns die Zerbrechlichkeit unserer Beziehungen und gleichzeitig deren Stärke vor Augen.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Werke, die während zweier Aufenthalte der Künstlerin als Artist-in-Residence in Longchamp (Côte d’Or) und in Benin entstanden sind.

Dauer der Ausstellung: bis Freitag, den 26. April 2019

Mittwoch, 05. Juni 2019, 18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz

Eröffnung der Fotografie-Ausstellung Nature humaine

CEDRIC KLAPISCH
Emmanuelle JACOBSON-ROQUES
Michel BAUDOIN

L'homme à la caméra © C. Klapisch

Nature humaine

Die Galerie Cinéma freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Haus Burgund Mainz, mit Côte-d'Or Tourisme und mit der Weinbruderschaft Confrérie des chevaliers du Tastevin die Ausstellung Nature humaine von Cédric Klapisch präsentieren zu können.

Cédric Klapisch stellt sein fotografisches Werk vor, das von Aufnahmen des Fotografen Michel Baudoin, der ihn bei der Suche nach den Drehorten begleitet hat, und seiner Filmset-Fotografin Emmanuelle Jacobson-Roques umrahmt wird.

© Côte-d'Or Tourisme - P. Lambert


Cédric Klapisch ist Drehbuchautor und Regisseur, die Fotografie ist jedoch seit über 20 Jahren das zentrale Element seines Schaffens. Unbestreitbar eine Leidenschaft, vor allem jedoch eine Materie, die seine Arbeit als Filmemacher nährt.

Der 2017 erschienene Film Der Wein und der Wind erzählt die Geschichte von zwei Brüdern und einer Schwester, die sich nach Jahren der Trennung am Ort ihrer Kindheit wiederfinden. Vor den Dreharbeiten durchstreifte Cédric Klapisch die Landschaften der Côte de Beaune und hielt die Natur im Verlauf der Jahreszeiten fest. Die Allgegenwart des Menschen bei gleichzeitiger physischer Abwesenheit auf den Fotografien lädt zu Überlegungen über die Verbindungen zwischen der Natur und dem Menschen ebenso ein wie über die Spuren, die der Mensch in einer Umgebung hinterlässt, deren Rhythmus durch die Arbeit in der Landwirtschaft bestimmt wird.

Der an urbane Szenerien gewöhnte Künstler ist in ein ländliches Umfeld eingetaucht, um das Licht auf dem Lande, Inneneinrichtungen, an denen die Zeit spurlos vorübergegangen ist, und immer wieder die Spuren dieser berühmten menschlichen Präsenz zu fotografieren.

Dr. Justus Jonas, Kunsthochschule Mainz, führt in die Ausstellung ein.

Dauer der Ausstellung: bis 06. September 2019